Biographie
Manuel Omeirat-Charr | Geboren am: 10.10.1984 | Geburtsort: Beirut, Libanon | Wohnort: Köln
Dank seines Cousins Jusef Ramadan begann er im Jahr 2001 mit dem Kampfsport als Kickboxer in einer kleinen Privatschule in Essen. Schon drei Monate später wechselte er ins Profilager Master-Gym in Duisburg. Dort begann seine Karriere als Thai-Kickboxer mit Trainer Jusef Ramadan und Manager Klaus Waschkewitz. Nebenbei besuchte er den Amateurboxverein BC.Erle.49 e.V. in Gelsenkirchen.
Erfolgsliste (Thaiboxen):
- 2003 deutscher Meister in Muay Thai der MTBD
- "Killerdom"- Gewinner 2003 in Amsterdam
- 2005 deutscher Meister der WPKL im Thai-Boxen
- 2005 I.K.B.O. Europameister
19 Kämpfe | 19 Siege
Erfolge beim BC ERLE 49.e.V. (Amateurboxen):
- Teutocup-Sieger 2002
- Landesmeister 2003
- Westfahlenmeister 2004
- Westdeutscher Meister 2004
11 Kämpfe | 11 Siege
Sein letzter Amateurkampf war am 17.02.2005 / K.O.-Sieg in der 2 Runde gegen Matthias Bernd.
Profi-Laufbahn:
Als Manuel Charr 2005 zum ersten Mal ins Max-Schmeling-Gym am Berliner Olympiastadion kam, musste der „Diamond Boy“ im Grunde noch einmal ganz von vorne anfangen. Seine Kickbox-Erfolge zählten hier nicht. Und auch seine makellose Amateur-Bilanz von 11 Siegen in 11 Kämpfen konnte im Sauerland-Trainingscamp mit Weltklasse-Athleten wie Olympiasieger Alexander Povetkin niemanden wirklich beeindrucken. Stattdessen musste Charr sich im Sparring beweisen. Und er stellte sich furchtlos mit jedem noch so großen und noch so starken Gegner in den Ring. Vor allem seine Einheiten mit dem „Russen-Riesen“ Nikolai Valuev, der sich zu diesem Zeitpunkt gerade als Hauptkämpfer bei der ARD etablierte und auf dem Weg zum Weltmeister-Titel war, überzeugten die Sauerland-Verantwortlichen. Manuel Charr erkämpfte und verdiente sich seinen ersten Profi-Vertrag. Trainiert wurde der damals 21-Jährige von Meistermacher Ulli Wegner, unter dem er zwischen Mai 2005 und Mai 2006 seine ersten sieben Profi-Kämpfe bestritt. „Das war eine sehr wichtige und erfolgreiche Zeit für mich“, sagt Charr im Rückblick. „Ich habe viel gelernt und habe meinem damaligen Manager Wilfried Sauerland sowie meinem ersten Profi-Coach Ulli Wegner viel zu verdanken.“
2008 wechselte der „Diamond Boy“ von Berlin nach Hamburg und von Sauerland zu Universum Box-Promotion, dem zu dieser Zeit größten Boxstall Europas unter der Leitung von Klaus-Peter Kohl und Dietmar Poszwa. Sportlich blieb Charr damit in der absoluten „Champions League“. Sein neuer Trainer wurde Fritz Sdunek, der auch schon Dariusz Michalczewski und beide Klitschko-Brüder betreut hatte. „Es gibt nicht viele Leute, die von sich behaupten können, dass sie mit den beiden besten deutschen Trainern gearbeitet haben: Ulli Wegner und Fritz Sdunek“, sagt Charr. „Bei Universum machte ich noch mal einen deutlichen Schritt nach vorne. Es war genau der richtige Schritt zur richtigen Zeit und wichtig für meine Entwicklung.“Von Beginn an wurden dem „Diamond Boy“ starke Gegner wie Adnan Serin, der damals ungeschlagene Gbenga Oloukung oder die erfahrenen Sherman „Tank“ Williams, Owen Beck und Robert Hawkins vorgesetzt. Charr lehnte nie einen Kampf ab, nahm jede Herausforderung an und ging aus jeder Schlacht nicht nur siegreich, sondern weiter gestärkt hervor.
Nachdem Universum 2010 den Fernsehvertrag mit dem ZDF verlor, verließ Manuel Charr das Traditionsunternehmen gemeinsam mit seinem Freund, dem WBA Super Champion im Mittelgewicht Felix Sturm, und schloss sich dessen neu gegründeter Sturm Box-Promotion in Köln an. In seinem zweiten Kampf im Rahmenprogramm von Felix Sturm bei Sat.1 besiegte Charr am 25. Juni 2011 in der Kölner Lanxess-Arena den ehemalige Tyson-Bezwinger Danny Williams durch TKO in der 7. Runde. Es war sein 18. Sieg im 18. Profi-Kampf. Wegen unterschiedlicher geschäftlicher Vorstellungen verließ Charr daraufhin das Sturm-Team. Mittlerweile steigt der 28-Jährige für die „Diamond Boy Promotion“ in den Ring.Am 18. November 2011 sicherte sich Manuel Charr durch einen vorzeitigen Sieg über Marcelo Luiz Nascimento den WBC Silber International Champion Titel im Schwergewicht und zog in die Top 15 der WBC-Weltrangliste ein. Selbstbewusst forderte der „Diamond Boy“ bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf Weltmeister Vitali Klitschko heraus. Und obwohl er dafür von vielen Beobachtern belächelt wurde, dauerte es nur wenige Monate, bis Charr tatsächlich seinen ersten WM-Kampf bekam.
Nach einer erfolgreichen Verteidigung seines Silver-Belts gegen den starken Ukrainer Taras Bydenko forderte Manuel Charr am 8. September 2012 in der Olympiahalle in Moskau Vitali Klitschko heraus. Der Kampf, den allein in Deutschland fast zehn Millionen Zuschauer bei RTL live verfolg