Vitali Klitschko: Alles klar mit Charr

Die Verträge sind perfekt. Der in Beirut/Libanon geborene Mahmoud Omeirat Charr, der jetzt mit deutschem Pass unter Manuel Charr (27) boxt, kämpft gegen Vitali Klitschko (40) um die WBC-WM.


Damit hat sich „Diamond Boy“ Charr in kurzer Zeit den zweiten Jugendtraum erfüllt. Erst einen Ferrari und nun die Schwergewichts-WM. Geht es gegen Klitschko in einer deutschen Stadt (1. oder 8. September), kann Charr dort mit seinem neuen Dienstwagen von Gelsenkirchen aus anreisen. Wahrscheinlicher aber, dass der Fight am 8. September in Klitschkos Heimatstadt Kiew steigt. Vor 70 000 im Olympia-Stadion. Politiker Vitali wird das Duell auch als Wahlkampf nutzen.

Charr („Ich boxe den überall, ob in Kiew oder in der Hölle. Ich mach ihn platt!“) freut sich wie ein Junge vorm Weihnachtsbaum: „Ich kann‘s noch gar nicht glauben. Ich habe es geschafft. Ganz allein.“

Das heißt: ohne großen Stall im Rücken.

Doch beim Trainer-Wunsch endet wohl die bunte (Vorstellungs-)Welt von Charr. Er wollte den 70-jährigen Faustkampf-Fuchs Ulli Wegner. Doch der ist Angestellter bei Sauerland Event. Und muss Arthur Abraham auf dessen WBO-WM gegen Robert Stieglitz (25. August) vorbereiten, danach gleich mit seinen Champions Marco Huck und Pablo Hernandez beginnen.

Zudem ist Charr im Berliner Sauerland-Gym nicht gern gesehen.

Quelle: bild.de
09.06.2012